Informationen zur Rentenbesteuerung

Mit dem Alterseinkünftegesetz von 2005 sollte für eine steuerlich gleiche Behandlung für Rentner, die ihre Altersbezüge aus dem staatlichen Rentenfonds bekommen, sowie für Beamten gesorgt werden.




Rentenbesteuerung - Grundlagen des Alterseinkünftegesetzes von 2005


Seit einigen Jahren wird die Rente in Deutschland nach neuen Richtlinien besteuert. Wie hoch die Rentenbesteuerung dafür ausfällt, richtet sich nach Paragraph 22 des Einkommensteuergesetzes. In diesem Paragraph sind sonstige Einkünfte geregelt. Darunter fallen unter anderem private und staatliche Renten. Allerdings werden sie nicht komplett besteuert, sondern nur mit dem Ertragsanteil. Der Prozentsatz dafür richtet sich nach dem Jahrgang der Rentennehmer und ist unterschiedlich. Ausgenommen von der Rentenbesteuerung sind lediglich die Pensionen für Beamte. Geregelt wird dieser komplette Sachverhalt im Alterseinkünftegesetz von 2005.


Warum die Rentenbesteuerung geändert werden musste


Ein Grund für die Änderung der Rentenbesteuerung der Renten war ein Urteilsspruch des Bundesverfassungsgerichtes vom 6. März 2002. In diesem Urteil heißt es, dass es mit dem Gleichheitsgrundsatz aus dem Art. 3 Abs. 1 des Grundgesetzes nicht vereinbar ist, dass Beamtenpensionen und Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung steuerlich unterschiedlich behandelt werden. Der Gesetzgeber bekam vom Bundesverfassungsgericht bis zum 1. Januar 2005 den Auftrag, die Rentenbesteuerung im Sinne unserer Verfassung neu zu regeln. Aufgrund dessen wurde eine Sachverständigenkommission, die Rürup-Kommission, eingerichtet, um die steuerliche Behandlung der Altersvorsorgeaufwendungen neu zu regeln. Seit dem 1. Januar 2005 ist das neue Alterseinkünftegesetz in Kraft. Bis zum Ende des Jahres 2004 musste lediglich der Ertragsanteil der Rente einer Einkommensteuer unterzogen werden. Je nachdem, in welchem Alter Berechtigte das erste Mal Rente bekommen haben, war ein Anteil von 27 - 35 % der Einkommensteuer unterworfen.


Auch die Erwerbsunfähigkeitsrente war betroffen


Selbst die Erwerbsunfähigkeitsrente, die ja eine abgekürzte Leibrente darstellt, wurde bis zum Ende 2004 nach dem Paragraph 55 Abs. 2 der Einkommensteuerdurchführungsverordnung besteuert. Erst wenn aus der Erwerbsunfähigkeitsrente eine Altersrente wurde, musste nach Paragraph 22 Nummer 1 Satz 3a des Einkommensteuergesetzes versteuert werden.

Folgendes Video zeigt ein Gespräch mit Steuerberater Jörg Reimer zum Thema Alterseinkünftegesetz bzw. Rentenbesteuerung, worin er Tipps und Infos zu den angesprochenen Punkten verrät.